Grand Prix Eurovision 2021

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Nobody
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Grand Prix Eurovision 2021

Beitrag von Nobody » Di 18 Mai, 2021 16:26

Damit das in diesem chaotischen Pandemiejahr nicht auch noch völlig untergeht: Diese Woche ist ESC! *freu* :D

Die beiden Halbfinals werden auf ONE gesendet (heute + Donnerstag, jeweils 21 Uhr), das Finale dann am Samstag in der ARD (ebenfalls 21 Uhr).
Was mich persönlich freut, ist dass mit The Roop (Litauen) die Band erneut am Start ist, die letztes Jahr in der Ersatz-Show für den coronabedingt entfallenen ESC verdient gewonnen hatte. Ihr damaliger Wettbewerbsbeitrag "On fire" ist genau die Art tanzbarer Synthiepop, die ich liebe. :banana: Schade, dass sie wegen dieses blöden Virus nicht die Chance hatten, damit auf der richtig großen ESC-Bühne antreten zu können.

Nun trauen sich die Niederlande und lassen am Samstag sogar Publikum in die Halle - trotz einer Inzidenz von 223. :shock:
Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

(Karl Kraus)

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Re: Grand Prix Eurovision 2021

Beitrag von Nobody » Fr 21 Mai, 2021 16:15

Rausgeflogene Halbfinalisten, deren Ausscheiden ich bedaure:

- Georgien (Tornike Kipiani - "You")
- Slowenien (Ana Soklič - "Amen")
- Polen (Rafał - "The Ride")

Und die Liste der siegreichen Halbfinalisten, deren Weiterkommen ich bedaure, reiche ich dann im Zuge der Rezension des ESC-Finales nach. ;)
Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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in dubio pro reo
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Re: Grand Prix Eurovision 2021

Beitrag von in dubio pro reo » Sa 22 Mai, 2021 15:02

Was ist denn das für ein deutscher Vertreter? Recht bunter Vogel
Ob das ankommt?
Die Tinte des Gelehrten ist mehr wert als das Blut des Märtyrers
(Der Prophet Mohammed)

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Peter
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Re: Grand Prix Eurovision 2021

Beitrag von Peter » So 23 Mai, 2021 15:38

Beim 2. Schnelldurchlauf hatte ich den Ton abgeschaltet - und bin prompt eingeschlafen.
Als ich wach wurde, war alles vorbei; ich sah noch die letzten Sekunden von Barbara Pravi.
Dann noch ganz kurz die Schöneberger gesehen - und sofort abgeschaltet.
Voilà hat mir sehr, sehr gut gefallen und ich dachte, Frankreich hat gewonnen.
Endlich auch mal wieder ein schönes Chanson.
In der Zeit des "Grand Prix Eurovision de la Chanson" war der Name noch häufig Programm.

Heute schalte ich immer weg, wenn es mir zu schrill wird und es für
meinen Geschmack nicht mehr viel mit Musik zu tun hat ...
... sondern mehr mit vornehmlich kreischender, weiblicher Auftritte mit halbnackter Haut.
Dazu zählte diesmal auch der italienische Beitrag: Schreien, mit eben auch halbnackter Haut.

Und dann mein Schock heute.
Frankreich auf Platz zwei, Italien auf der Eins.
Okay - Shit happens. :wink:

Lieder, die mir auch gefallen haben. Endergebnis in Klammern.
Malta - Je me casse (7)
Schweiz - Tout l'univers (3)
Litauen - Discotheque (8)
Ukraine - Schum (5)
Island - 10 Years (4)
Spanien - Voy a quedarme (24)


Der deutsche Beitrag hat mir gar nicht gefallen.
Auch nicht gut fand ich, dass für Portugal statt portugiesisch ... englisch gesungen wurde.
"Worte wie Pfeile! Worte zerstören, wo sie nicht hingehören!"

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Re: Grand Prix Eurovision 2021

Beitrag von Nobody » Di 25 Mai, 2021 16:39

[Platzhalter, damit ich meinen noch zu postenden Eurovisions-Rückblick nicht vergesse]
;)
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Re: Grand Prix Eurovision 2021

Beitrag von Nobody » Fr 28 Mai, 2021 16:02

Mit etwas Verspätung meine ESC-Nachbetrachtung:

Meine persönlichen beiden Favoriten Portugal und Belgien sind mit Platz 12 und 19 in der absoluten Bedeutungslosigkeit des Mittelfelds gelandet.
Bei Belgien hatte ich damit ja schon gerechnet, aber dass auch der portugiesische Song so dermaßen am Geschmack des ESC-Publikums vorbeigeht, hat mich dann doch überrascht.

Was mich hingegen überhaupt nicht überrascht hat, war der Sieg von Italien: Direkt nach deren Auftritt hätte ich Wetten darauf abschließen können, dass sie gewinnen würden.
Warum? Ganz einfach deswegen, weil sie sich derart deutlich von der Masse abgehoben haben. Bei ihrem Auftritt konnte ich mir richtig bildhaft vorstellen, wie tausende TV-Zuschauer, die nach 2 Stunden Dauerberieselung mit weitgehend eintönigem musikalischen Einheitsbrei schon halb weggedöst waren, nun schlagartig wieder aufrecht auf dem Sofa sitzen. Das ist ein "Hallo Wach"-Effekt, der hängenbleibt, während die breite Masse der Beiträge schon nach kurzer Zeit wieder vergessen ist.

Auch wenn es dieses Jahr eine ganze Reihe musikalisch wirklich guter Beiträge gab (viele Kommentatoren sprachen von einem "guten Jahrgang"), so war doch die überwiegende Mehrheit austauschbarer Klangbrei von ewig gleichklingendem, belanglosem Danceflor- und Ethno-Pop. Ein schönes Sinnbild dieser Austauschbarkeit ist die Tatsache, dass ein Drittel der weiblichen Interpretinnen sogar dasselbe Outfit hatten, wie dieses Bild sehr anschaulich zeigt.

Ein berührender Moment war für mich der Augenblick nach der Bekanntgabe, dass England neben den null Punkten in der Jurywertung auch noch null Punkte im Publikumsvoting bekommen hatte. Eine unglaublich peinliche Blamage. Doch als das Moderatorenduo dann einfach mit der Verkündigung der nächsten Länderwertung weitermachen wollte, wurden sie von einer plötzlich einsetzenden Lärmkulisse unterbrochen: Spontan erhoben sich alle anderen Interpreten im Wartebereich von ihren Plätzen, um dem englischen Interpreten James Newman zuzujubeln und ihm zu applaudieren. Es hat gefühlt eine ganz schöne Weile gedauert, bis die Moderatoren wieder zu hören waren und im Programm weitermachen konnten. Eine wirklich schöne und sportliche Geste der anderen Mitstreiter.
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